Gemeindevertreter aus Rumänien im ökoEnergieland

05 08 2016 rumänische DelegationAuch rumänische Gemeinden haben sich der modernen Entwicklung nicht verschlossen und möchten nach dem Beispiel des ökoEnergielandes durch die Nutzung der erneuerbaren Energieträger die regionale Entwicklung fördern, die Wertschöpfung im ländlichen Raum erhöhen, die Umweltbelastung verringern, und Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft sichern. Da Gemeinden zusätzlich durch die Initiativen im Bereich der Energieeffizienz, der Ökomobilität, der Nahversorgung, des Rohstoffmanagements etc. wichtige Impulse setzen und die regionale Belebung unterstützen können, hat die rumänische Delegation neue Ideen und Best-Practice-Beispiele im Südburgenland gesammelt.

Südkorea will vom ökoEnergieland lernen!

27 07 2016 südkoreanische DelegationDie regionale Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Industrie, Tourismus und Umwelt ist ein Forschungsgebiet des Gwangju Jeonnam Research Institute in Südkorea. Drei Forscher sind zurzeit in Europa unterwegs, um sich verschiedene Musterprojekte anzuschauen. Eine Station ihrer Reise war das ökoEnergieland, wo sie das Modell Güssing kennengelernt haben. Da ihre Heimatregion in Korea mit ähnlichen Problemen kämpfen muss, wie die südburgenländische Region – Mangel an Arbeitsplätzen, wirtschaftlich schwache Region – holte die Delegation am 27. Juli 2016 nach einer Präsentation und einem Expertengespräch mit Bgm. Bernhard Deutsch und Ing. Reinhard Koch neue Inputs für ihre Entwicklungspläne.

Auf dem Foto: Hr. Kyong-Rok Han Ph.d, Woong-Hee Park Ph.d und Beung-ky Oh Ph.d (Gwangju Jeonnam Research Institute), Bgm. Bernhard Deutsch, Ing. Reinhard Koch

Neuer Programmpunkt beim ökoEnergietourismus!

Collage3Die Klimaschutzgemeinde Strem im ökoEnergieland zeigt, dass durch ein Umdenken von einer zentralen zu einer dezentralen Versorgung und aus eigenen Initiativen viel erreicht werden kann. Das Erfolgsgeheimnis der Marktgemeinde Strem liegt in einem Maßnahmen-Mix in den Bereichen Energieproduktion, Energieeffizienz, nachhaltige Mobilität, Nahversorgung und Klimaschutz. Dieses Maßnahmenpaket wird ab jetzt in seiner Ganzheit im Rahmen des ökoEnergietourismus als eigener Programmpunkt angeboten. Man hat die Möglichkeit neben der Energieerzeugung aus Biomasse (Nahwärme, Biogasanlage) auch PV-Anlagen mit Bürgerbeteiligung, eine Freiflächenanlage, eine Kläranlage welche auch ihre eigene Energie mittels PV-Anlagen produziert, Mustersanierungsprojekte, Seniorenzentrum als Best-Practice-Beispiel, LED-Straßenbeleuchtung sowie die Nahversorgung durch einen Dorfladen kennenzulernen.

Der ökoEnergietourismus wird erweitert!

Glasing Kläranlage 1Im ökoEnergieland hat sich in den letzten Jahren viel getan: Mustersanierungen, LED-Straßenbeleuchtung, Direktvermarktung, neue Dorf- und Bauernläden, Photovoltaikanlagen mit Bürgerbeteiligung, Mobilitätslösungen (Ökotrip-Ruftaxi, Dorfbus). Der ökoEnergietourismus, wo man bislang die Technologien der dezentralen Energieerzeugung mit allen vorhandenen erneuerbaren Ressourcen im ökoEnergieland kennenlernen konnte, wird erweitert. Als erstes wird die Kläranlage Glasing zusätzlich in das Besuchsprogramm aufgenommen. Diese Kläranlage ist ein Vorzeigeprojekt wegen ihrer getrennten, aeroben Schlammstabilisierung und wegen der gekoppelten PV-Anlage, welche die Möglichkeit gibt, durch Lastverschiebung den Stromverbrauch der kommunalen Kläranlage der Stromproduktion der PV-Anlage anzupassen.

Kläranlagen im ökoEnergieland setzen auf Sonnenstrom

20160603 PV auf Kläranlagen Die fünf Kläranlagen der Klima- und Energiemodellregion „Das ökoEnergieland“ setzen auf Nachhaltigkeit und produzieren einen Gutteil des benötigten Stroms mittels Photovoltaikanlagen. Auf den vorhandenen Dachflächen der Kläranlagengebäude wurden in den letzten Wochen und Monaten Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von rund 150 kWpeak installiert. Die Photovoltaikanlagen liefern Sonnenstrom, welcher entweder in den Anlagen direkt zur Deckung des Strombedarfs herangezogen oder ins öffentliche Netz als Ökostrom eingespeist wird. Die Kläranlagen liefern somit einen nicht unwesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung in der Region und generieren jährlich rund 150.000 kWh Sonnenstrom. Ein Großteil der Photovoltaikprojekte wurde mit Fördermitteln des Klima- und Energiefonds unterstützt.

Im Zuge eines Leitprojekts der Klima- und Energiemodellregion wird nun darüber hinaus untersucht, welche Prozesse in den Kläranlagen auf den Tag verschoben werden können, um den erzeugten Sonnenstrom bestmöglich zur Eigenstromabdeckung heranziehen und eventuell vorhandene Photovoltaik-Ausbaupotentiale ermitteln zu können.